Die Frau im Wolfspelz

Transkulturelle Videoinstallation

Druck auf Plexiglas, ø190 cm // Rückprojektion Videomapping // Länge: ca. 16 Minuten

Kunstobjekt: Tanja Hirschfeld // Videoprojektion: Betty Mü

Beim ersten kulturellen Kontakt zwischen Japan und Deutschland besuchte die Takeuchi-Delegation, eine hochrangige japanische Sondierungskommission für Westeuropa, die Grimm-Brüder 1862 in Berlin und fand großen Gefallen an ihren Arbeiten.
Nicht nur die Kinder- und Hausmärchen wurden übersetzt und sehr schnell als japanische Kinderliteratur populär, auch die Grimm’sche Methode des Sammelns von Volksüberlieferungen wurde kopiert. Seitdem haben ihre Märchengestalten japanische Buchillustratoren, plastische Künstler, Zeichentrickfilmer und Manga-Zeichner inspiriert sowie nicht zuletzt die japanische Völkerkunde beeinflusst.

Die Künstlerin Tanja Hirschfeld, die sich in ihren Ölbildern intensiv mit der Verschmelzung von Kulturen beschäftigt, ließ sich von dieser deutsch-japanischen Begegnung inspirieren. Sie verbindet im illustrativen Stil des japanischen Holzschnitts Figuren aus den Grimm-Märchen mit Gestalten aus japanischen Sagen. Für die Gemeinschaftsarbeit mit der Video- und Projektionskünstlerin Betty Mü, die für ihre fantasievollen und märchenhaften Installationen bekannt ist, ließ sie ihre Zeichnung in überdimensionaler Größe als videobespielbare Fläche anfertigen.

Videoszenen aus verschiedenen Traumwelten verschmelzen so mit der Zeichnung per Rückprojektion und Videomapping zu einer Einheit. Eine neue Räumlichkeit wird definiert. Die besondere Eigenschaft der Installation ist, dass sich die videobespielten Elemente in ihrer Kombination nie wiederholen.

 

Ausstellungen:

// Wabi Sabi Shibui

Ludwigstraße 11, München // 13. Februar 2020

// MIM Galerie

Hans-Sachs-Str. 15, München // 15. März 2020
Video MIM Galerie

// Holy Home

Reichenbachstraße 21, München // 5. bis 11. April 2021

#kunstausbruch

Kunst und Künstler*innen befinden sich im Lockdown. Während sie gleichsam eingesperrt sind, ist das Publikum ausgesperrt. Das Publikum steht vor verschlossenen Museums-, Galerie- und Theatertüren. Die Menschen sind draußen und kommen nicht rein – die Kunst ist drinnen und kommt nicht raus.
In diesen Zeiten geschlossener Türen will die Stiftung Kunst und Natur Künstler*innen dazu ermutigen, mit ihrer Kunst auszubrechen, nach draußen und zu den Menschen zu gehen. Kunst bricht aus, greift Raum, wird sichtbar und verschafft sich Gehör:
Unerwartet, kreativ, überraschend.

Deutschlandweit sind vom 5. bis 11. April 2021 an den unterschiedlichsten Orten Kunstausbrüche zu beobachten: Physisch und direkt für die Menschen im öffentlichen und gesellschaftlichen Raum vor Ort – und direkt darauf transferiert in den digitalen Raum.
Follow #kunstausbruch www.kunst-und-natur.de/kunstausbruch

Video Holy Home
Video Kunstausbruch

Category
Projection Art, Veranstaltung, Videoinstallation
SUBSCRIBE TO BETTY MÜ’S